Tulganda

Timon und Lukas in Uganda

 
28Februar
2015

Geschichten über die letzten 1 1/2 Monate

Hallo liebe Leser aus dem kalten Deutschland,

Entschuldigung, dass es so lange gedauert hat, aber irgendwie ist die Zeit so schnell vergangen und ich war auch gut beschäftigt, wie ihr im folgenden Bericht nun lesen könnt.

DruckereiNach einem nahezu ruhigen Wochenende ging es für Timon und mich am Montag, 12.01., in die Druckerei nach Masaka. Entgegen unseren Vorstellungen wurde dort tatsächlich noch mit alten Druckwalzen aus den 50-70er Jahren Blöcke, Quittungen, Gesangsbücher, Kalender und vieles mehr bedruckt. Zwar war es interessant, alles zu sehen, wir selber durften aber nicht sehr viel machen. Hinzu kam, dass es auch einfach nicht gerade viel zu tun gab. So durften wir Durschlagpapier zwischen die einzelnen Quittungsblöcke legen oder nähten die Liederhefte zu einem Gesangsbuch zusammen. Abwechslung gab es nur durch das Verpacken dieser oder beKrankenhaus Kitovuim Helfen von der Buchstabensuche für die Bedruckung des Einbandes. Deshalb beschlossen wir, nach 3 Tagen Schluss zu machen und schauten uns lieber das Krankenhaus in Masaka an. Es war hoch interessant zu sehen, denn vom Prinzip her ähnelt es erstaunlich einem europäischen Krankenhaus, nur die technischen und klinischen Standards sind bei weitem schlechter. In vielen Hallen roch es muffig, außer in der Frühchen-Station, welche dank deutscher Spenden vielen Frühchen das Leben retten soll. Am Abend spielten wir dort zusammen noch mit Nils und Doktoren der Klinik Volleyball und fuhren danach zurück nach Butende. Freitags wuschen wir unsere Wäsche für die Parishes, gingen gleich nachmittags noch in Masaka an den Pool und abends in die Frikadelle zum Barbecue, wo wir einige andere Freiwillige aus Deutschland trafen. Unteranderem waren Niklas, Tobi, Sophie, Alex du Nina dort, welche wir bereits schon länger kennen. Neu hinzukamen Hannah und Leo, welche aus der Nähe von Masaka kamen. Kurzfristig entschieden wir uns, danach noch zusammen ins Ambiance und am darauf folgenden Tag zum Pool zu gehen. Anschließend fuhren wir wieder nach Butende, wo uns Hannah am nächsten Tag noch besuchen kam.

Am 19. ging es dann in die Parishes. Anstatt um 10 wurde Timon um 15Uhr und ich erst um 20 Uhr abgeholt. Standard hier in Uganda, auch wenn bei mir eine Reifenpanne dazwischen gekommen war. So fuhr ich zu später Stunde mit Fr. Benard Kasagga Francis nach Kaliiro. Um zu diesem Örtchen zu gelangen, muss man zunächst 80km in Richtung Mbarara fahren, von wo es dann auf unbefestigter Straße 40km tief in den Bush ging. Nach dem ich mein kleines Zimmer bei den Priestern bezogen habe, war der Tag aber auch zugleich schon zu Ende. Am nächsten Tag wurde mir dann diese Parish gezeigt, in welcher gerade ein riesiges technisches Institut gebaut wird. Weiterhin besuchten wir die Ortspolizei, ein kleines krankes Mädchen und die Felder der Parish. Schnell stellte ich fest, dass Fr. Benard und der andere Priester der Parish, Fr. Ibra, nahezu die einzigen Personen mit Englischkenntnissen vor Ort sind. Außerdem gab es nur ein bis zwei Stunden Strom pro Tag und weit und breit keine weitere Zivilisation, außer ein paar vereinzelten Häusern. Abendessen gab es nie vor 10 Uhr, dafür gab es aber immer einen Avocado-Tomaten-Salat und den ganzen Tag Früchte wie Mangos (habe jeden Tag ein oder zwei gegessen), Bananen, Wassermelone und Ananas.Kaliiro Parish

Absolvent AndrewMittwochs fuhr ich mit Fr. Benard zu der Graduation von dem Sohn seiner Schwester nach Kampala. Der Universitätsabsolvent, der dank seines Vaters, welcher den amerikanischen Traum lebt, die Uni besuchen konnte, war unglaublich glücklich und froh darüber, dass ich mitgekommen bin und bat mich auch ein paar Worte an die 150 geladenen Gäste zu richten und ein paar Fotos mit ihm zu machen. Abgelaufen ist sie aber wie jede Function: Messe, Essen, Reden und dann geselliges Beisammensein. Wir schliefen im Haus der Eltern, wo die Function stattfand und so hatte ich am nächsten Tag viel Zeit mit Andrew und seinen zwei Brüdern über verschiedenste Ding zu reden. Leider mussten wir dann nachmittags wieder zurückfahren und kamen abermals sehr spät in Kaliiro an (die Strecke nach Kaliiro kenn ich eigentlich nur im Dunkeln, nach Masaka kenn ich sie ja aber zum Glück auch im Hellen ;)).

Da zurzeit die Ernte von Mais stattfindet und die Parish davon eine Menge besitzt, half ich am nächsten Vormittag in der prallen Sonne, diesen abzuernten und abzutransportieren. Nachmittags waren wir dann auf einer Introduction in der Nachbargemeinde eingeladen. Bei dieser wird nach einer Messe der Mann offiziell der Familie der Frau vorgestellt, bevor am nächsten Tag die Hochzeit stattfindet. Allerdings kam der Mann schlappe 8 Stunden zu spät und so unterhielt ein Komödiant durch Sketches und Tänze die Menge.
Die Introduction war dann sehr unspektakulär und so gingen wir zu später Stunde frühzeitig. Zu der Hochzeit am nächsten, zu der ich auch eingeladen war, kam das Ehepaar dann nur 3 Stunden zu spät. Die Messe wirkte wie jede andere, der die Trauung zwischengeschoben wurde, wie man sie von Daheim kennt. Nachmittags ging es dann bis zum Abend wieder aufs Feld.

Kirche Sub-ParishZum Abschluss der Woche wohnte ich der Messe von Fr. Benard in einer Subparish in einem Lehmhaus bei und obwohl, oder gerade weil die paar Bewohner in der Umgebung nicht viel haben, tanzten, lachten, klatschten uns sangen sie so laut sie konnten. Sie feierten regelrecht und so ging ich mit einem breiten Grinsen aus dem Gottesdienst, denn auch mich hat es sehr erfreut, dies zu sehen und hab dabei etwas ganz wichtiges festgestellt: Man kann tatsächlich auch ohne Materielle Dinge glücklichen sein. Von dort aus fuhren wir dann zu einer weiteren Feier: In einem weiter entfernten Dorf wurde eine neue Kirche eingeweiht, welche dieses Dorf auch zu einer neuen Subparish von Kaliiro macht. Zudem fand eine Taufe und die Einführung eines Catengisten in sein neues Amt statt. Nach einem spitzen Mittagessen gab es dann wie schon einmal in Butende eine Versteigerung gespendeter Dinge, um den Kirchenbau abzuschließen. Auch ich ersteigerte Matoke und Erdnüsse, die ich meiner Parish zukommen ließ.

Fr. Benard FamilieZu Beginn der neuen Woche gingen Fr. Benard und ich zur Besorgung verschiedenster Dinge nach Masaka und besuchten auf dem Rückweg nahe Masakas sowohl seine Eltern als auch eine von ihm gegründete Primary-School, dessen Klassenräume im Moment noch aus Holz bestehen.

Dienstag bis Freitag sahen die Tage dann ziemlich gleich aus: Bereits um 6 Uhr ging es mit 6 weiteren Helfern, zu denen ab und zu Kinder aus der Umgebung hinzukamen, aufs Feld, um 11 gab es Frühstück und dann wieder aufs Feld. Vor allem zu dieser Zeit war es hart zu arbeiten, denn es wurde die letzten Tage unglaublich heiß (ca.35 Grad) und die Sonne knallte nur so vGrundschuleom Himmel, während wir auf riesigen freien Flächen die Maispflanzen abschlugen und die Maiskolben pellten. Von 15-16 Uhr war deshalb eine Pause sehr willkommen. Als die Sonnen dann langsam nachließ, machten wir uns an das packen von Säcken, und während wir 5 Jungs anfingen die 30-50kg schweren Säcke ein paar hundert Meter zum Pickup zu bringen, füllten Fr. Benard, die weiblichen Helfer und Kinder weiterhin Säcke, bis es bereits im Dunkeln, meist zwischen 21 und 22 Uhr, zurück in das nahegelegene Priesterhaus ging. An den meisten Abenden schauten wir bei einem Bierchen noch zusammen Fußball (Afrika-Cup of Nations), gingen dann aber sehr bald ins Bett.

Kaliiro-TeamNur am Freitag war dies anders. Nach einem weiteren ganzen Tag auf dem Feld und erheblichen Kopfschmerzen und Schwindelgefühl aufgrund der Hitze fand am späten Abend eine kleine Verabschiedungsfeier mit den Priestern und Helfern statt: Ich bekam als kleines Dankeschön eine Machete geschenkt und wir tanzten und unterhielten uns lange, bis es um 3 ins Bett und um 6 wieder aufs Feld ging, um den letzten Rest an Mais abzuernten. Als wir damit fertig waren und der ganze Mais von allen der Kirche gehörenden Felder verschwunden war, ging es für mich am Nachmittag nach Butende, auf dessen Weg wir andere Kinder aus der Umgebung ebenfalls zurück in ihre Schulen fuhren. Alles natürlich mit den für 2 Personen ausgelegten Pickup, aber vorne passen locker 4 Personen rein und man hat ja auch noch die Ladefläche. So kam ich ca. um 22 Uhr in Butende an und schlief erst einmal bis um 11 Uhr am nächsten Tag, wusch Wäsche und am Nachmittag kamen Nils, Rica und Ela Tobi und mich besuchen.

HandballfeldAn den zwei darauf folgenden Tagen(2.2.-3.2.)haben ich die Zeit genutzt, um die Tore des Handballfeldes zu optimieren, den Termitenhügel auf dem Feld zu beseitigen und die Linien neu zu markieren.

 


 

Caritas MADDOMittwoch dann bekam ich Besuch aus Deutschland: Eine Delegation aus Hanberg und Adelsdorf kam hier nach Uganda, der auch meine Eltern und mein Opa beiwohnten. Außerdem waren 2 Priester, der Bürgermeister von Heßdorf und Stefan, ohne den unsere Reise vermutlich nie zustande gekommen wäre,dabei. Fr. Peter und die 15 mitgereisten Leute haben mich mittags auf ihrem Weg vom Flughafen Entebbe nach Masaka in Butende eingesammelt und bin dann bis Freitag bei dieser geblieben. Wir haben zum Beispiel die Caritas MADDO besucht und sind nach Mbirizi gefahren wobei ich viel von meinen Erlebnissen und Erfahrungen berichtet habe.Delegation

Während die Gruppe zu weiteren Orten gefahren ist, habe ich bis Dienstag den Basketballplatz unserer Schule neu hergerichtet. So wurden die Büsche entfernt, neue Ringe angerfertigt und auch hier neue Linien gezogen. Am Nachmittag ging es dann mit der Delegation zunächst nach Kampala und am Mittwoch in den Murchinsonfalls-Nationalpark. Nachdem wir mittags angekommen waren, ging es nachmittags zur Bootstour, auf welcher wir viele Krokodile, Hippos und Elefanten sahen, über welches wir auch viel gelernt haben. Das Boot ließ uns dann direkt am Fuß des atemberaubenden Wasserfalls raus, welchen wir dann mit einem Guide hochgelaufen sind und von dort einen unglaublich schönen Ausblick auf den Albert-Nile und die umliegende Natur hatten. Am nächsten Tag ging es dann auf Safari, bei welcher wir wieder Elefanten und Hippos, aber auch Giraffen und sogar zwei Löwen sahen. Natürlich gab es auch wieder Wasserböck, Büffel und Antilopen zu begutachten, allerdings fielen sie aufgrund der Löwen und der Häufigkeit dieser im Lake Mburo etwas unter den Tisch.Giraffe MFNPMurchinsonfallsUganda Nationalvogel

BasketballfeldAm Abend kamen wir dann wieder in Kampala an und die Gruppe machte sich schon wieder auf den Weg zum Flughafen. Tobi, Nils und ich blieben noch bis Samstag in Kampala. Am Abend bin ich dann noch zu David (Mitarbeiter der Caritas MADDO) gefahren, da dessen Vater an diesem Tag gestorben war. So habe ich auch die Tradition bei solch einem Geschehen erlebt, doch froh war ich nicht darüber. Da ich im Transitory geschlafen habe, lernte ich auch die neue Freiwillige Jana kenne, welches bis Ende April hier bleiben wird. Aufgrund der Bitte von David, ging ich auch am nächsten Tag noch zur Beerdigung und fuhr am Montagmorgen zurück nach Butende, um das Basketballfeld zu vollenden.

Am nächsten Tag wollte ich mein neues „Projekt“ starten, doch der Strom wollte da nicht so mitmachen. Die Computer der Computerklasse funktionieren aufgrund vieler Viren oder sonstiger Probleme ziemlich schlecht, weswegen ich die Idee hatte, alles 25 Computer neu aufzusetzen und gegeben falls zu reparieren. Doch aufgrund der häufigen Stromausfälle habe ich in 2 Tagen gerade mal 2 Computer fertig stellen können, auch wenn ich das aufspielen von Windows gefühlte hundert Mal gestartet habe. Doch wegen der Stromausfälle habe ich dies nie fertig bekommen und so musste ich immer wieder von vorne anfangen.

Chill-AutoDen Rest der Woche waren wir ein vermutlich letztes Mal auf großer Reise. Denn nachdem Rica, ihr Freund Veit und Nils mit mir am Mittwochabend hier in Butende Championsleague geschaut hatten, ging es Donnerstagmittag für Rica, Veit, Timon, Tobi, Nils und mich mit einem von mir organisierten Auto, welches unfassbar gemütlich und damit perfekt für die lange Fahrt war, in den Queen Elisabeth Nationalparkt, in welchem wir uns mit Timons Eltern trafen.

Zelt Bush LodgeGeschlafen haben wir in der Bushlodge, welche ein Adventure-Camping anbietet. So schliefen wir in richtig coolen Zelten und hatten Sanitäranlagen und Sitzmöglichkeiten am Zelt mitten im Busch, ohne die anderen Zelte zu sehen. Nachts durften wir die Zelte nur mit einem Guide verlassen und man konnte die verschiedenste Geräusche wahrnehmen, wie direkt am Zelt grasende Hippos.

Elefant MFNPNach der ersten Nacht ging es am Morgen auf Safari, bei welcher wir ganzen Elefantenfamilien als auch eine Löwengruppe (9 Stück) entdeckten. Natürlich durften auch Hippos, Wasserböck, Antilopen und Büffel nicht fehlen, dennoch war es überaus beeindruckend, die Löwen zu beobachten, auch wenn die meisten nur faul rumlagen. Bei der Bootstour am Nachmittag sahen wir weiterhin viele Krokodile und auch Skelette von Büffeln, die von Löwen gerissen wurden. Wir kamen auch anSchimpanse QueensNP einem Fischerdorf vorbei, in welchem gerade reger Betrieb war, da die Fischer sich auf den Weg zum Lake Edward machten. Bevor es samstags dann nach Hause ging, stand noch das Schimpansen-Trecking auf dem Programm. Bei dem 3 stündigen Marsch durch den Tropischen Regenwald sahen wir 3 von 24 Schimpansen: Eine Mutter mit einem Teenager-Sohn und einem Baby. Leider sahen wir nicht mehr Schimpansen, aber dafür noch ein paar andere Affen und allein der Wald war wunderschön, weswegen sich es auf jeden Fall gelohnt hat. Krokodil MFNPLöwen QueensNPFischer QueensNP

Computer LabAngekommen in Masaka fuhr ich Rica, Veit und Jana noch zum Äquator, da diese dort ein paar Fotos machen wollten. Ohne eigenes Auto kommt man nämlich eher schlecht dort hin, da Matatus nicht oft dort halten. Anschließend brachte ich noch das Auto zurück, fuhr nach Butende und schaute Fußball. Plan für diese und die nächste(n) Woche(n): Fertigstellung der Computer, abhängig von der Stromversorgung, und erneutes Anbieten von Handballtraining am Abend. Weiterhin will ich auch das Volleyballfeld und das Fußballfeld erneuern.

Bis dahin alles Gute
Euer Lukas

 

 

                       

11Januar
2015

Ereignisreiche Wochen

Hallo ihr Lieben,

nochmals frohe Weihnachten und ein gesundes frohes und erfolgreiches Jahr 2015. Ich hoffe ihr habt alle mit euren liebsten schön gefeiert. Wie haben wir wohl diese beiden Feiern in einer anderen Kultur erlebt? Das und vieles mehr könnt ihr in dem folgenden Bericht lesen:

An Heilig Abend Kirche Butendehatten wir uns immer noch nicht so ganz auf Weihnachten trotz Lebkuchen, Weihnachtsmusik und der kleinen auf den Nachmittag vorgezogenen Bescherung, eingestimmt. Irgendwie auch schwer ohne Familie bei 25 Grad und Sonnenschein in einem komplett anderen Land. Trotzdem gingen wir wie gewohnt am späteren Abend in Butende in die Kirche und erlebten einen unvergleichbaren Gottesdienst. Zwar war er leider auf Luganda, aber hatte genau denselben Ablauf wie iChorn Deutschland. Die in Bezug auf die vor ein paar
Wochen erwähnte Versteigerungsfunction erwähnte Kirche wurde fast fertiggestellt, sodass sie mit schönen Wandmalereien einen echt hübschen Eindruck machte. Nur das mit dem Strom ist hier so ein Ding. Das einzige was ihr natürlich noch fehlte, waren installierte Lampen und so wurden als Beleuchtung
helle Taschenlampen auf Sockel gestellt, die die Kirche aber erstaunlich gut beleuchteten.
Auch der Priester stand bei seiner Predig mit einer Taschenlampe in der Hand vorne. Der Chor hat unglaublich gut gesungen, die Leute haben geklatscht und gelacht und immer wieder haben 3 Mädchen zum Gesang getanzt. Danach ging es zurück in die Schule, wo wir uns unserem Weihnachtsessen widmeten: Es gabt getoasteten Tost mit Tomatensalat
.

Das war dann aber auch schon unser Heilig Abend, welcher mehr als Ungewohnt war.

Am darauf folgenden Tag machte Timon sich früh auf den Weg nach Entebbe, um Steffi vom Flughafen abzuholen. Tobias und ich wurden von den Priestern der Parish Butende Weihnachtsbäckereizum Mittagessen eingeladen, wo wir über eine Menge verschiedenster Dinge diskutierten (unteranderem Fußball, Schulsystem Uganda-Deutschland und auch über politische Themen in Uganda, Deutschland und Europa). Danach machten wir uns auf den Weg nach Masaka, um Nils, Arne, Rica und Raphaela zu besuchen. Da diese mit Kindern aus der Umgebung gebacken haben, schlossen wir uns ihnen an und hatten eine Menge Spaß mit den kleinen, teils frechen Kindern.

 

AmbianceNachdem Timon und Steffi am 26. nach Butende gekommen waren, gingen wir allezusammen am nächsten Tag in die Disco „Ambiance“. Auch dort hatten wir wieder einmal richtig viel Spaß und haben auch das ein oder andere Getränk zu uns genommen, sodass der darauffolgende Tag komplett der Erholung gewidmet wurde.

Während Raphaela mit ihrer Tante eine Safarirundreiße machte und Timon mit Steffi auf die Ssese-Islands fuhr, machten sich die anderen und ich am 29. auf den Weg in den Lake Mburo Nationalpark. Da dieser nicht so weit entfernt liegt, entschieden wir uns, einen Tagestripp daraus zu machen, was aber zur Folge hatte, dass wir um 5 Uhr morgens los mussten. Der Park selber ist wunderschön und auch mit dem Wetter hatten wir Glück. So bekamen wir ein Haufen Zebras, Antilopen, Büffel, Nilpferde, Krokodile, kleinere Vögel bis zu Adler und Geier, Warzenschweine, Waterbucks und große Affen zu sehen. Auch der See sah zwischen ein paar Bergen unglaublich schön aus.ImpalasWas guckst du?Lake Mburo NPPumbaaWer hat die Kokosnuss?

Kampala CraftmarktSylvester verbrachten wir alle gemeinsam in Kampala, um dort einerseits die Stadt zu erkunden, aber auch um in das neue Jahr hinein zu feiern. Nachdem wir unsere Zimmer im Hotel „New City Annex“, welches ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ein leckeres Restaurant zu bieten hat, bezogen hatten, gingen wir auf dem gegenüberliegenden Craft-Market und bewunderten die Afrikanische Handwerkskunst. Danach liefen wir durch die Stadt am Parlament und anderen Regierungsgebäuden (leider darf man keine Chaos KampalaFotos machen) vorbei zum New-Taxi-Park, wo all die Matatus los fahren. Auf dem Weg dahin fanden wir auch ein Hotel und eine Disco, wo wir am Abend hingehen wollten. Nachdem wir durch ein paar Menschengefüllte Gassen geschlendert sind, machten wir uns auf den Rückweg ins Hotel. Nach ein paar Bierchen an der Bar gingen wir von dort um ca. halb 12 in das nicht weit entfernte Hotel. Unglaubliche viele Menschen waren dort versammelt und eine Liveband sorgte für Unterhaltung. Als es 12 war, wurde sogar Happy New Yearein Feuerwerk (das einzige in ganz Kampala) gezündet, welches aber lang nicht vergleichbar ist mit dem einer Gruppe deutscher Jugendlichen. Trotzdem hatten wir sehr viel Spaß und gingen gut gelaunt weiter in die ebenfalls nahgelegene Disco. Dort allerdings endete für uns der Abend aufgrund eines Zwischenfalls leider sehr schnell und so gingen wir ca. um 2 Uhr wieder in das Hotel zurück.
Als wir alle ausgeschlafen hatten, machten sich ein paar Leute nochmals auf den Weg zum Akasia-Ausblickgegenüberliegenden Craft-Market, während Arne und ich etwas anderes wiederbeschafft haben. Danach gingen wir alle gemeinsam zur Akasia-Mall, die spürbar für die reichere Bevölkerung Ugandas vor ein paar Monaten erst fertiggestellt wurde. Von dort aus hatte man eine gute Aussicht und da das Wetter gut war, chillten wir ein paar Minuten auf der Terrasse in der Sonne.Nachdem wir noch zu einer Moschee gelaufen sind, machten wir uns am Abend wieder auf den Weg ins Hotel, wo Arne Nils und ich ein super Fußballspiel zwischen Tottenham und Chelsea (5:3) sahen. 

Lake NabugabuAm nächsten Tag ging es dann für uns wieder zurück nach Butende, wuschen unsere Wäsche und gleich am 4. Januar ging es weiter zum Lake Nabugabu. Da es so gut wie keine öffentlichen Verkehrsmittel dorthin gibt, besorgte ich uns von Lazarus (Mitarbeiter der Caritas MADDO, mit dem ich anfangs viel zusammengearbeitet habe) ein Auto und fuhr Rica, Tobi, Arne und Nils zu dem See, an dem wir auch eine Nacht blieben. Nachdem wir am darauf folgenden Morgen unser Frühstück unter der KletteräffchenBeobachtung unzähliger Affen genossen hatten, lagen wir noch den ganzen Tag am Strand in der Sonne und am Abend ging es dann zurück nach Masaka, wo wir dann auch die Nacht verbrachten. Dank der Trockenzeit ist das Wetter nun ständig überragend und so sind wir dann am Dienstag noch an den Pool in Masaka gegangen und haben im Wasser geplanscht.

Einen Tag später machten wir uns auf den Weg nach Jinja (80km nördlich von Kampala), auf welchem Timon wieder dazu stieß. Jinja selbst ist eine durchaus weiterentwickelte und strukturierte Stadt, welche zugleich auch relativ sauber ist. Mittlerweile hat sich sehr viel Industrie dort angesiedelt und es scheint auch ein begehrtes Plätzchen für Weiße Auswanderer zum Leben zu sein. In Jinja ist außerdem die Quelle des Nils (entdeckt durch John Speek) zu finden, welche ihr Wasser aus dem Lake Victoria speist. Auch interessant zuThe Bourbon sehen war das Wasserkraftwerk an dieser Stelle, welches fast den ganzen Strom für Uganda und teilweise für Kenia produziert und zugleich als Brücke über den Victoria Nil dient. Nach einer kleinen Stadterkundung gingen wir gegen Abend in eine Bar mit dem Namen „The Bourbon“. Diese befindet sich direkt am Ufer des Nils und man konnte von dort einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten.


Am Tag darauf war dann Aktion angesagt: Es ging zum Rafting auf dem Nil. Es soll eins der spektakulärsten Raftings für Amateure auf der ganzen Welt sein und
ein Muss für jeden Uganda-Besucher. Nachdem wir um 9 Uhr eingewiesen wurden, ging es mit einem umgebauten Laster 45min lang zum Startpunkt, an welchem wir dann notwendige Übungen für die bevorstehende Fahrt machten. Mit einem erfahrenen Guide ging es kurz danach los und jedes Raft war eine Herausforderung für sich selbst, sodass das ein oder andere Mal mehrere oder sogar alle aus dem Boot geworfen wurden. Das Mittagessen verbrachten wir auf dem Boot, während wir uns vom Strom des Nils treiben gelassen haben. Dabei konnten wir die komplett unberührte Natur bewundern und genießen, welche man vermutlich nirgendswo in der Art so schnell wieder zu Gesicht bekommen wird. Einfach atemberaubend.
Nach 2 weiteren Stunden waren wir dann am Ziel angelangt, wo es dann super leckeres traditionelles Essen gab. Von dort fuhren wir erschöpft zurück zu unserer Unterkunft, gingen abermals in die Bar Bourbon und spielten Pool.

Rafting NilRafting NilRafting Nil

Zurück nach Butende brauchten wir dann den ganzen nächsten Tag, welches bei hohen Temperaturen und wenig Platz ungemein nervig war.

Das war es nun vorerst mit dem vielen Rumreißen, welches durch ein absolutes Highlight beendet wurde. Ab Montag geht die Arbeit wieder los. Zwar sind noch Ferien in der Schule, dafür werden wir aber eine Woche lang eine Druckerei besuchen und danach für 2 Wochen in einer anderen Parish wohnen. Ich werde mich also vermutlich erst wieder danach melden, aber ich glaube ihr habt jetzt erst mal genug zu lesen gehabt.

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute
Euer Lukas

P.s.: Aufgrund der Flugplanänderung werden wir bereits am 30.3. (anstatt 31.3.) zurücknach Deutschland fliegen.

 

                   

24Dezember
2014

Frohe Weihnachten

Hallo Leute,     

pünktlich zu Weihnachten melden wir uns vermutlich das letzte Mal für dieses Jahr.

Die Regenzeit ist spürbar vorbei und sofort ging uns neben der Stromversorgung auch noch die Wasserversorgung in die Knie. Man erkennt allmählich, für was für banale Dinge Strom benötigt wird, ohne es wirklich wahr zunehmen. So versuchten wir trotz Stromausfall mehrere Male den Toaster zu verwenden.

ÄquatorNachdem wir am Freitag, dem 12.12., unsere Stromfreie Zeit dazu genutzt hatten, das Handballnetz zu präparieren, damit die Bälle nicht so oft durchfliegen können, machten wir uns Samstagmorgen wieder an die Pelletmaschine, auch wenn erfolgslos gemacht. Umso erfolgreicher war unser Versuch, das Abflussrohr vom Spülbecken der Küche zu reinigen. Seit wir hier sind, mussten wir das dreckige Wasser vom Abspülen mit Bechern ausschöpfen, doch nach der sehr ekeligen Reinigung läuft das Wasser wieder eins A ab. Von Sonntag auf Montag waren wir dann in Masaka, um Raphaelas Geburtstag mit einem leckeren Essen im Plot 99 und einem anschließenden gemütlichen Abend im Transetory Home zu feiern.

Mpanga ForestDienstag fuhren wir mit Archilles zunächst in den Mpanga Forest, wo wir uns der tropischen Vegetation hingaben und viele Schmetterlinge und Vögel zu Gesicht bekamen. Dabei machten wir aber einen Zwischenstopp am Äquator, um ein paar Bilder zu schießen. Vom Mpanga Forest aus fuhren wir weiter auf eine Krokodilsfarm am Victoriasee. Hier werden Krokodile ausschließlich zum Verzehr gezüchtet. In Behältern konnte man diese getrennt nach ihrem alter begutachten. In einem extra großen Gehege war ein 56 Jahre altes Krokodil von unglaublich erschreckender
Größe zu bestaunen.

KrokodilsfarmMittwoch und Donnerstag halfen wir dann unter Niesattacken bei der Renovierung der Jungs-Schlafräume, welche wirklich in die Jahre gekommen sind. So mussten wir die verputzten Wände mit Sandpapier abschleifen und die Zeitungsfetzten von den Wänden kratzen. Außerdem taten wir das auch bei den Türen und Fenstern der Räume, wo sich der ein oder andere Rostfleck blicken ließ. 

 

FeierAm darauf folgenden Tag waren wir auf der End-Of-Year-Party von der Caritas MADDO eingeladen. Nach einer kuscheligen Fahrt zu 10. in einem 5 Personen Auto, ging es von der Caritas aus mit einem kleinen Bus zum Lake Nabugabo. Dort spielten wir Fußball, Volleyball und andere kleine „Kinder-Geburtstags-Spiele“, was allen Mitarbeitern, die mit voller Leidenschaft dabei waren, eine Menge Spaß machte. Nach einem traditionellen leckeren Mittagessen wurde angefangen, zu trinken und zu Feiern. Nach einer witzigen Wichtelaktion wurde auch schließlich bis zum Umfallen getanzt und so machten wir uns spät abends auf den Rückweg nach Butende. Insgesamt ein richtig toller Tag, welcher in Deutschland unmöglich wäre, denn wo kann man ungestört unter freiem Himmel mit Sonnenschein an einem See bei lauter Musik so lange feiern, wie man will, ohne dass sich jemand beschwert???              

Das Wochenende war dagegen sehr ruhig und am Montag wuschen wir unsere Wäsche und haben von Jane beigebracht bekommen, wie man traditionelle Gerichte, wie zum Beispiel Matoke, zubereitet. Nachmittags kamen dann Nils, Rica, Raphaele und Nils´ Bruder Arne, der ihn für ca. einen Monat besuchen kommt. Wir spielten Spiele und hatten eine Menge Spaß. Am nächsten Tag veranstalteten wir Jungs, nachdem die Mädchen gegangen waren, eine Mini-Spiel-Olympiade, machten uns Abends selber ein paar Rolex und ließen ihn mit ein paar Filmen ausklingen.

Wie unser Weihnachtsfest heute aussehen wird, wissen wir noch Unser Weihnachtsbaumnicht ganz, aber wir werden dann im neuen Jahr sowohl darüber als auch über Sylvester berichten.

Wir wünschen euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein paar stressfreie Tage sowie einen guten Start in das Jahr 2015. Bleibt alle gesund und munter und wir freuen uns jetzt schon, euch über die nächsten Tage berichten zu dürfen.

Aller liebsten Grüße
Lukas und Timon

11Dezember
2014

3 Monate -Und die Reise geht immernoch weiter

Hallo Leute,

jetzt ist es gut 3 Monate her, dass wir nach Uganda gegangen sind und dennoch erleben wir fast täglich neue Dinge:

So trafen wir uns am Donnerstag, dem 27.11. mit allen Volunteers der Caritas MADDO. Dort wurde uns von Ben und Konsaga viel über die Kultur Ugandas erzählt, aber auch die Risiken bewusst gemacht. Anschließend bequatschten wir mit Ben noch unser bevorstehendes Programm.
Freitag hieß es dann auf Wiedersehen: Die Examen wurden alle geschrieben und so verließen die Schüler nach und nach den Campus, sodass die Schule jetzt nahezu leer ist.

Pickup-Fahrt Das folgende Wochenende war dann sehr interessant und lustig: Am Samstag hat uns Vincent zu seiner Familienfeier eingeladen. Da es so geregnet hat, fing die Messe erst 3 Stunden später an, die eine Zeremonie beinhaltete (Es wurden einem jungen Sohn, dessen Vater gestorben ist, die Verantwortungsbereiche des Vaters übertragen). Danach aßen wir mit unseren Fingern lokales Essen und probierten Bananenbier, welches aber mehr nach starken Wein als Bier schmeckte. Den hohen Prozentgehalt konnte man am späten Nachmittag aufgrund der Trunkenheit mancher Verwandten wahrnehmen. Die Rückfahrt nach Masaka verbrachten wir dann zu sechst auf der Ladefläche eines Pickups, was mega spaßig war. Abends gingen wir dann mit Raphaela, Rica und Nils mal wieder ins Plot 99. Am nächsten Tag trafen wir John und Kato vom BTI in deren Dorf Kijjabwemi, welches nahe Masaka liegt. Zunächst besuchten wir John´s Vater und Tante, wo wir auf ein Stück Kuchen und Getränk eingeladen wurden. Bei JohnDanach gingen wir zu Kato´s Haus und aßen Heuschrecken, die eigentlich ganz gut schmecken, wenn man mit dem Gedanken klar kommt, dass dich tausende Augen beim Essen beobachten. Daran anschließend machten wir uns auf den Weg in einen nahe gelegenen Wald, wo wir hofften Affen zu sehen. Nach einem langen Marsch durch die wunderschöne Vegetation des Waldes, einem provisorischen Weg über das Moor, sahen wir diese dann auch in ihrer vollen Pracht.

Nachdem wir montags den Campus der Schule vom Müll befreit haben, ging es am Dienstag in die Hauptstadt Kampala. Nach einer unkomfortablen Matatu-Fahrt trafen wir Ben an einer Kathedrale und er zeigte uns sein Büro. Danach machten wir uns alleine auf den Weg in die Stadt. Die Bodafahrt dahin glich einer Sightseeing-Tour: Zunächst war der Adrenalin-Spiegel sehr hoch, da die Fahrt doch sehr wild und trotz des starken Verkehrs sehr schnell war. Doch während der Fahrt konnte man schon viel von Kampala sehen und so trafen wir uns alle drei, nachdem wir verschiedene Routen gewählt hatten, am Nationaltheater Ugandas. Dieses sah aber eher unbenutzt und heruntergekommen aus, weswegen wir kurz drauf auf den Buganda Craft Markt gingen und die Verkaufsstücke bewunderten. Anschließend liefen wir noch zum Parlament und anderen eindrucksvollen Regierungsgebäuden, an denen man sehen konnte, wo das ganze Geld Ugandas hinfließt. Nach einer leckeren Pizza fuhren wir dann noch kurz zur deutschen Botschaft, wo wir Ben wieder getroffen haben. Um zurück nach Masaka zu kommen, mussten wir mit dem Boda in den New Taxi Park fahren, wobei wir in einen Bodastau gerieten. Dort angekommen war esMatatuchaos (Parkplatz) verdammt schwer, das richtige Matatu zu finden und als dies geschehen war, mussten wir drauf warten, dass 19 anstatt 14 Leute platz genommen haben. Die Fahrt war dann außerordentlich schnell, nachdem wir aber zunächst ewig durch das Verkehrschaos geirrt sind (Manchmal stellt sich wirklich die Frage, ob irgendeiner nach sogenannten Vorschriften fährt, wenn es denn welche gibt).

MonkeyDonnerstag früh um 5 machten wir uns dann mit Fr. Gerald und einer Lehrergruppe aus Luvule, wo Rica immer wieder in einer Schule hilft, auf den Weg nach Kasese und Fort Portal. Bei der Fahrt sieht man verschiedenste Landschaftstypen (Berge, Teeplantagen und Matokeplantagen) und auch viele Tiere, vor allem als wir auf einer Straße durch den Queen Elisabeth Nationalpark fuhren: Elefanten, Büffel, Flamingos, Antilopen, Nilpferde und auch Affen ließen sich blicken. Außerdem sahen wir eine traditionell Salzgewinnungsanlage. Die erste Nacht verbrachten wir dann in Bwera nahe der Grenze zum Kongo. Nach einer sehr merkwürdigen Nacht ging es am nächsten Morgen auch direkt dahin. Von einem Soldaten wurden wir über den Grenzstreifen und anschließend auf einen chaotischen Markt geführt. Nach einer kleinen Stärkung und ein paar Runden Billard, machten wir uns weiter auf den Weg nach Fort Portal mit kurzem Zwischenstopp in Kasese. Am Abend besuchten wir dort noch den Palast vom König desdrittgrößten Königreichs Uganda Tooro und eine wirklich schöne Bar. Am letzten Tag unserer Fahrt bestiegen wir einen Berg, von welchem man einen wunderschönen Ausblick auf die Kraterseen hatte. Nach einer kleinen Rundtour durch Fort Portal besuchten wir noch einen wunderschönen Markt, wo wir frische Mangos gekauft haben, die vorzüglich geschmeckt haben. Anschließend machten wir uns auf den sehr langen Rückweg und kamen spät abends völlig erschöpft nach Hause.

KraterseeMarkt

Gleich am Sonntag waren wir auf einer Function unserer Parish hier in Butende eingeladen. Sie diente letztendlich der Finanzierung zur Fertigstellung der neuen Kirche. Durch die Versteigerung von materiellen Spenden wie Tiere, Früchte, Bilder und Fahrräder sowie Geldspenden wurde so hoffentlich genug Geld eingenommen, um die Kirche bis Weihnachten zu vollenden.

DjungelDiese Woche waren wir von Dienstag bis Donnerstag dann zusammen mit Rica, Raphaela, Nils und Tobi auf den Ssese-Islands im Lake Victoria. Die Unterkunft war super und der Besitzer richtig klasse. So hat er uns mögliche Aktivitäten vorgestellt und beim durchführen dieser von seinen Plänen für die Zukunft erzählt, die alle sehr eindrucksvoll klangen. Gemeinsam mit ihm sind wir am Dienstagnachmittag mit einem Boot auf eine kleine nahegelegene Insel gefahren, diese erkundet und haben dann vom See aus den Sonnenuntergang genossen. Am darauf folgenden Vormittag sind wir Jungs mit demFahrrad zum Fort von John Speke (Entdecker der Quelle des Nils) durch den Djungel gefahren. Sowohl der Wald als auch die Ruinen des Fort waren wunderschön und die Fahrt dahin (und zurück) total witzig. Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es dann weiter mit selber Bodafahren. Nach einer kurzen Einweisung machten wir Jungs uns dann mit Rica auf den Weg, die Insel zu erkunden. BodatourOhne größere Zwischenfälle kamen wir nach 3 Stunden alle heil wieder an der Unterkunft an. Abends saßen wir dann noch mit Arnlod (Besitzer der Unterkunft) und Jackson (Rechte Hand von Arnold) am Strand an einem Lagerfeuer, hörten Musik und tranken das ein oder andere Bier.
Leider wurden wir heute Vormittag dann relativ bald abgeholt, sodass wir nicht noch mehr Sachen erleben konnten.

 

Am kommenden Wochenende werden wir wieder in Masaka sein, da Raphaela Geburtstag hat. Außerdem werden wir nächste Woche auf eine Krokodilsfarm und in einen Wald zusammen mit Archilles gehen.

Bis dahin alles Gute

TL         

25November
2014

Der Umzug

Liebe Grüße aus dem stets warmen Uganda,

hier unser Bericht über die vergangenen Tage:

Am Mittwoch den 12.11. haben wir uns nachmittags mit Deutschlehrer Deogratias (Lehrer an der Archbishop Secundary School in Masaka) in der St.Michael Secundary School hier in Butende getroffen. Dort haben wir mit 3 Deutschschülern für das Finale Examen am darauffolgenden Freitag geübt. Zu diesem sind wir Freitag dann auch gegangen, um vor allem die Listening Comprehension zu leiten (Inbegriffen war ein Lückendiktat, kurze Dialoge mit Ankreuzaufgaben und Fragen zu einem längeren vorgelesenen Text). Nachdem das Examen eigentlich vorbei war, hat Deogratias noch ein Ding rausgehauen: Bevor die drei Schüler abgeben mussten, hat er jedem von ihnen für 2 Minuten einfach mal schnell die Lösung des Lückendiktats gegeben, damit sie es verbessern können, obwohl es sich um ein Finales Examen handelt, welches vom Schulministerium Ugandas korrigiert wird !!! Abends waren wir dann nochmals mit Franz in der Brickscorner zum Essen während er uns wieder viele spannende Geschichten erzählt hat.
Den Rest der Woche haben wir Franz im Elektrical Workshop geholfen und dabei in allen Workshops die Lampen repariert.

Am Wochenende hatte es dann soooo viel geregnet, dass wir den kompletten Samstag im Kloster geblieben sind. Sogar der Hof des Guesthouse war komplett überschwemmt. Sonntag haben wir dann die Gegend ein bisschen fotografiert und waren in der Schule.

Letzte Woche haben wir den Montag und den Dienstag abermals im Electrical Workshop mit Franz verbracht und dabei eine Schweißmaschine erst stundenlang getestet und dann aufgrund der schlechter Ergebnisse komplett auseinander genommen. Da Franz am nächsten Tag geflogen ist, nahm er das (vermutlich) kaputte Teil mit nach Deutschland und lässt es uns so schnell wie möglich wieder zukommen, damit wir die Maschine wieder zusammensetzten können.

Das GuesthouseDa Franz Mittwoch geflogen ist, gingen Franz, ein paar Lehrer, der Schulleiter, Fater Kaganda und wir in ein hinter Masaka gelegenes Restaurant. Auch Ben und Konsaga von der Caritas wohnten uns bei sowie Tobias, ebenfalls ein Volunteer von Deutschland, mit dem wir die nächsten Monate im Guesthouse der Schule leben werden. Dieser hoffentlich letzte Umzug dahin fand am Mittwochvormittag statt.
Als Franz uns dann um die Mittagszeit verlies, beschäftigten wir uns den Rest des Tages damit, d
ass Guesthouse nach unseren Vorstellungen einzurichten. Zwar gibt es weiterhin Poscho zum Mittagessen, dafür werden wir aber nun unter der Woche abends bestens bekocht. Die erste Nacht war dann sehr erholsam, vor allem weil die Betten hier 2m lang sind und ich mich endlich beim Schlafen ausgestreckt hinlegen kann. Donnerstag bereiten wir uns dann selber Frühstück zu: Nachdem wir Rührei gemacht haben, mussten wir den Tost aufgrund fehlender Küchenausstattung in einem Topft kurz anbraten. Danach zeigten wir Tobias, der super cool drauf ist, die Schule, beendeten die Lampenreparatur und schauten schon einmal nach der Pellet Maschine. Da kein Strom vorhanden war, verschoben wir den Testlauf auf den nächsten Tag und am Abend las ich mir die Anleitung schon mal durch. Davor aber haben wir auf dem Fußballfeld noch Frisbe gespielt, was mega lustig aber auch anstrengend war, da sie immer vieeeel zu weit geflogen ist.


Zubereitung von PoschoAls am nächsten Tag dann tatsächlich Strom da war, testeten wir die Maschine und fanden auch schnell das Problem, von welchem wir bereits erzählt bekommen haben. Da das nötige Werkzeug fehlt, beschlossen wir diese Woche das in Angriff zu nehmen. Nachmittags sind wir dann in Butende noch einkaufen gegangen, da Rica und Raphaela mit Niels, einem weiteren Volunteer, über das Wochenende kommen wollten. Samstag taten wir dies nochmals mit dem Schüler Vincent, das wir nicht alles gefunden hatten. Mittags machten wir uns selber Nudeln und als nachmittags unsere Gäste kamen spielten wir zunächst Spiele und bereiteten dann gemeinsam das Abendessen vor. Es gab Bratkartoffeln und 2 verschiedene Salate und alles hat super gut geschmeckt. Danach saßen wir noch gemütlich zusammen und spielten auch wie am darauf folgenden Tag Spiele, bis Rica, Raphaela und Nils zurück nach Masaka fuhren. Natürlich durfte am Wochenende das Klamotten-Waschen nicht fehlen, was aber aufgrund viel größerer Schüsseln viel leichter war.

Schlafraum der SchülerGestern Vormittag haben wir dann gemeinsam das Haus geputzt, sind Fotos machen gegangen und haben wieder an der Pellet Maschine gearbeitet, genauso wie heute auch. Am Nachmittag heute sind wir noch ein Stündchen in der Gegend herumgelaufen um weitere Bilder zu schießen.

Die nächsten Tage werde ich mich mit Lehrer Moses treffen, um über eine Internetseite für die Schule zu reden und die Computer von den Viren zu befreien. Außerdem werden wir uns weiter an die Reparatur von der Pellet Maschine machen.

Bis dahin alles Gute

 

 

11November
2014

Kiki ekiriwo?

Hallöchen Freunde,

kiki ekiriwo? - what´s up? - quomodo vales? - Cómo andas? oder einfach: Wie geht´s?

Nachdem wir am Wochenende (25.-26.10.) Raffaela kennen gelernt und wieder mal den Abend im Plot 99 verbracht hatten, besuchte jetzt Timon die Bricksfactory während Lukas Franz im Elektroworkshop zur Hand ging. Das Interesse an Handball flaut immer mehr ab, sodass wir zunächst einmal beschlossen haben, das Training bis zu unserem Umzug ins Guesthouse nächste Woche zu unterbrechen. Mittags gibt es weiterhin immer nur Poscho mit Bohnen zu essen. So sehr der Poscho uns mittlerweile auf die Nerven geht, WIR HABEN TROTZDEM HUNGER . Fast täglich regnet es zwar nur ein zwei Stunden am Morgen, allerdings sehr stark. Dafür scheint ab Mittag die Sonne umso stärker.

In den letzten zwei Wochen haben wir weitere landestypische Früchte getestet: So haben wir ein kleines Stück einer Jackfruit und eine Stange Zuckerrohr verputzt. Sowohl Jackfruit als auch Zuckerrohr, welches wir auf afrikanische Weise gegessen haben (vielleicht nicht ganz so gut für die Zähne, da man mit viel Kraft Stücke von der Stange abreißen muss) schmeckten vorzüglich.

JackfruitZuckerrohverzehrer

 

 

 

 

 

 

 Am Freitag dieser Woche wurden wir von Franz in das örtliche Restaurant „Brickscorner“ eingeladen, wo wir gebratenen Fisch genossen und unsere Bierprobieraktionsreihe erweiterten. Da wir selten Bier trinken und uns das Bier „Senator“ mit 6% immer wieder nachgeschenkt wurde, spürten wir am späten Abend dann doch ganz schön den Allohol. Samstag war ein sehr ruhiger Tag, an welchem Lukas abends noch zur Schule zurück ging, um dort das Spiel Bayern vs. Dortmund anzuschauen, wobei die Stimmung sehr ausgelassen war.

Am nächsten Tag besuchten uns dann die anderen zwei Volunteers in Butende, wo wir einer, nennen wir es mal Diskussion über Möglichkeiten nach der Schule, Geldverwaltung und ähnliches, beiwohnten. Der Grund war, dass ein Schüler uns bat, ihnen Tipps zu geben und von Deutschland zu berichten, doch das Interesse der ca. 12 teilnehmenden Schüler von verschiedenen Schulen war gar nicht vorhanden. So haben sie weder erzählt, wie es hier in Uganda normalerweise ist, was sie für Ideen haben noch irgendwelche Fragen gestellt. So haben Rica, Lukas und Franz ein bisschen über Deutschland erzählt, was aber schwierig war, da wir nicht wussten, was sie hören und wissen wollten. Während Franz verließen sogar fast alle Schüler ihren Platz. Dafür waren sie umso aktiver, wenn es um das anschließende Essen und feiern ging.
Trotz dass die Schüler hier oft unzufrieden mit ihrer Lebenssituation, Zukunft und Schulbildung sind und sich wünschen erfolgreich zum Beispiel in einer deutschen Firma zu sein. Sie scheinen sich aber nicht groß zu bemühen um das wirklich zu erreichen und machen sich so auch keinen großen Kopf über ihre Zukunft, sondern erfreuen sich lieber sich an Kleinigkeiten, so auch an ausgedruckten Fotos (mit uns), wie dieser Sonntag zeigte. Schade war es nur für diejenigen, die es wirklich interessiert hätte, aber nicht eingeladen wurden.

HandballfeldLetzte Woche verbrachten wir beide dann die meiste Zeit mit Franz im Workshop, Lukas ging dazwischen auch mal in den Computerworkshop, wo er das Programm PowerPoint den Schülern näher bringen sollte (Mit ständigen Stromausfällen und Virenverseuchten Computer nicht grad eine leichte Aufgabe). Trotz des ausfallenden Handballtrainings haben wir nun endlich das Handballfeld komplett fertig gestellt, sodass wir hoffentlich bald unser erstes Spiel spielen können.

Freitag kam Ben uns an der Schule besuchen, nachdem er jetzt ein Monat in Deutschland gewesen war. Er brachte uns auch zwei Pakete, wovon ein von einer Maus heimgesucht wurde. Vielen Dank an die Entsender !!! Haben uns riesig gefreut.

Letztes Wochenende, ihr werdet es nicht glauben, waren wir mal wieder in Masaka bei Rica und Raffaela (RR). Für Abends haben wir uns für das wöchentlich stattfindende BBQ in dem Cafe Frikadelle angemeldet. Es gab ein riesiges Büffet an Salaten, Saucen und weiteren Beilagen sowie eine Menge leckeres Fleisch. Das restliche Wochenende spielten wir Karten und gingen in die Stadt…

Bis dahin alles Gute
Tulabagane

TL      

25Oktober
2014

Die Regenzeit beginnt!

Hey, wir sind es wieder.

So langsam beginnt die Regenzeit hier in Uganda. Es bleibt zwar warm, allerdings nehmen Wind und Regen vor allem am Vormittag immer mehr zu. Auch die Stromausfälle nehmen in der Häufigkeit zu und von Samstag bis Mittwoch hatten wir nicht mal fließend Wasser, sodass wir alle 2 Tage einen 20 Liter Kanister mit Regenwasser bekamen, mit dem wir sowohl die Toilette auffüllen mussten, als auch mit Hilfe eines Eimers duschen mussten.

Franz organisierte einen Container mit in Deutschland ausrangierten Maschinen, welcher am Freitag ankam. Wir halfen beim ausladen und helfen in den nächsten Tagen bei der Inbetriebnahme dieser.

Das Wochenende verbrachten wir in Butende. Da am Samstag Stromausfall war, gingen wir nach dem Mittagessen in die Schule, wo wir allerdings so gut wie niemanden antrafen, da jeder wegen des fehlenden Stroms in seinem Bett lag. Einfach Unglaublich. Dafür sahen wir am nächsten Tag ein Freundschaftsspiel der BTI gegen eine andere aus Masaka im Fußball. Viele Leute folgten dem Spiel, feuerten an und jubelten.

Während dieser Woche besuchte ich die Bricksfactory. Diese arbeitet oft mit der BTI zusammen. Die Arbeiter sind alle sehr nett und arbeiten mit viel Körpereinsatz. Trotzt der teilweise schweren körperlichen Arbeit ist unter diesen einer bereits 70 Jahre alt. Auch wollte der Teamleiter John viel über Deutschland wissen, wie viele Leute hier in Uganda. Der Manager Father Simon Peter war froh über die Hilfe und die fortgeführte Unterstützung nächste Woche durch Timon. Dieser half diese Woche Franz im Electrical Workshop.

Gestern gingen wir mit ca. 55 Schülern zum Lake Nabugabo, wo wir von einer Schule aus Kampala zu einer Feier eingeladen wurden. Die Fahrt war ziemlich witzig und dreist zu gleich: Ca. 40 der Schüler zwangen sich in einen kleineren Bus, die 11 übrigen, uns inbegriffen, zwängten sich in ein 8 Personen Auto. Zunächst saßen 4 hinten, 4 in der Mitte und „nur“ 2 vorne. Da direkt bei der Schule eine Polizeikontrolle steht und es eigentlich schon verboten ist in diesem Auto mit mehr als 8 Personen zu fahren (da die Scheiben hinten getönt waren, viel das aber scheinbar nicht auf, dass wir bereits 10 Leute waren), nahm Jacoob ein Boda, auf welches wir kurz hinter der Kontrolle warteten. Dort quetschte er sich dann mit nach vorne auf den Beifahrersitz. Dass das Auto überladen war, merkte man dann spätestens daran, dass wir ab und zu bei Buckeln aufsetzten.
Das Wetter war klasse und wir hatten viel Spaß, sowohl auf dem wunderschön aussehenden Land als auch in dem leicht warmen Wasser. Auch haben wir endlich das traditionelle Essen traditionell genossen-Also Reis mit Rind mit den Händen gelöffelt.

Das Wochenende verbringen wir wieder in Masaka bei Rica, wo nun noch ein weiterer Volunteer, Raffaela, wohnt.

Bis dahin alles Gute
TL

16Oktober
2014

Gschichten ausm Monestrygarden

Hallihallo,

wir sind es wieder. Wir haben das Internetproblem jetzt doch das Zulegen eines Internetsticks gelöst und hoffen euch jetzt wieder regelmäßig schreiben zu können. Mit Fotos ist es aber immer noch sehr schlecht.

Noch eine Ergänzung zum letzten Dienstag: Am Vormittag ist Franz, der alte Mann den wir bereits erwähnt hatten, angekommen. Er sehr sympathisch und schon als Entwicklungshelfer viel herum gekommen. Er war zum Beispiel schon in Pakistan, Indien und auch schon 3 Mal in Uganda. Er selbst kommt aus einem Ort in Bayern und spricht auch den entsprechenden Dialekt, sowohl in Deutsch als auch Englisch.
Mittwoch fuhren wir mit einer Gruppe von Leuten der Schreinerei nach Kampala zu einer Messe. Es gab viel zu sehen, auch wenn viele Sachen für uns Deutsche nicht sehr spannend waren. Die Fahrt war auch nicht das Gelbe vom Ei: Lange und unbequem zu achtzehnt in einem Bus für maximal 14 Personen.

Donnerstag gab es dann mal wieder etwas zum Feiern: Es war Independence Day in Uganda und die Schule nutze diesen Feiertag zur Übergabe der Ministerämter der Schüler. Dies zog sich mal wieder über geschlagene 5 Stunden mit Messe. Am Nachmittag wurde dann ausgelassen gegessen, gefeiert und getanzt.

Freitag setzten wir dann nach dem Mittagessen den Bau des Handballfeldes fort.

Samstag fuhren wir nach Masaka zu Rica und hatten eine Menge Spaß. Sonntag gingen wir dann zu viert (Vincent und Rica kamen mit uns) schwimmen. Diese Abkühlung tat sehr gut, da es die Tage davor sehr heiß war. Abends fuhren wir mit Vincent zurück in die Schule. Allerdings saßen wir zu siebt in einem 5 Personen-Auto.

Montag wechselten wir dann die Workshops. Allerdings konnten wir beide nicht so viel dort machen, da der Strom dauernd am ausfallen ist. Nachmittags haben wir dann immer Handball gespielt und das Feld gebaut.

Das war es dann auch bis hier hin.
Wir wünschen euch alles Gute und bis bald.

 TL

07Oktober
2014

Butende

Hallo hier sind wir wieder,

Entschuldigung für die lange Pause, aber das mit dem Internet ist hier nicht immer so einfach.

Am 18.9. war der Tag dann noch ziemlich ruhig, da Ben nicht gekommen war. Deshalb sind wir nachmittags mir Rica und Alex in ein westliches Restaurant namens „Café Frikadelle“ gegangen, wo es Pizza und Burger und ab und zu ein Barbecue gibt.

Am Freitag drauf waren wir dann das erste Mal mit Achilles in Butende. Zuerst trafen wir dort noch Father Kistov und dann gingen wir in das Technical Institute Butende (BTI). Uns wurden die einzelnen Workshops gezeigt und über den Campus geführt. Zurück im Social Center bequatschten wir dann noch mit Ben und Achilles den Tag des Umzugs (Mittwoch).

Nach einem ruhigen Samstag waren wir auf einem 80. Geburtstag einer ehemaligen Mitarbeiterin der Caritas MADDO eingeladen. Die Feier ähnelte sehr dem der anderen und wieder haben wir kaum was verstanden. Trotzdem war es interessant und sehr verblüffend zu hören, dass diese Dame noch eine Schwester im Alter von 94 und einen Bruder im Alter von 92 Jahren besitzt, obwohl die Lebenserwartung grade mal bei 55 liegt. Am späteren Abend wurden wir dann von einem Stromausfall heimgesucht: Man konnte die Hand vor den Augen nicht mehr sehen und auch draußen war es zappen duster.

Am Montag dem 22.9. gingen wir dann in die Schule. Nichtmehr als Schüler sondern als Lehrer betraten wir die Archbishop Kiwanuka Kitovu, da uns Deogratias gebeten hat, ihm beim Deutschunterricht zu helfen ( an dieser Schule ist Deutsch in den ersten zwei Terms Pflicht). Die Schüler waren alle sehr freundlich und haben uns mit Fragen gelöchert. Auch unsere Kontaktdaten waren sehr gefragt. Während der ersten Stunde hatte es nämlich so stark geregnet, dass durch den Lärm und das Eindringen des Wassers in den Klassenraum ein Unterricht unmöglich war. Am Ende des Tages bat uns Deo dann noch, ein paar Examen für ihn zu korrigieren – Es waren ca. 300 Stück.

Dienstag hatten wir dann wieder kein Programm und auch aufgrund des schlechten Wetters kein Strom. Deshalb saßen wir mit Jacke und langer Hose draußen unterm Dach, widmeten uns den Examen und hörten Musik. Abends begannen wir dann noch zu packen.

Mittwoch war dann Tag des Umzugs. Nachdem wir nachmittags im Guesthouse der Monestrie, unserem vorübergehenden Wohnort, angekommen sind, packten wir unsere Sachen aus und erkundeten die Umgebung.

Donnerstag war dann unser erster richtiger Tag in Butende. Den Vormittag verbrachten wir mit dem Verarbeiten von Sägespänen zu Sägemehl, welches später für die Herstellung von Pellets benötigt wird. Es war zwar sehr laut und staubig, trotzdem hatten wir mit Josef viel Spaß. Nach einer Mittagspause trafen wir uns dann mit Achilles und erstellten einen Wochenplan für den Monat Oktober. Danach lernten wir noch ein paar Studenten kennen.

Freitag war dann mal wieder eine Feier: Den Studenten, die bald ihre finalen Examen Ende November haben, wurde somit alles Gute und viel Glück gewünscht. Nach einer Messe und ein paar Reden, in denen wir auch den Studenten offiziell vorgestellt wurden, wurde viel gesungen und getanzt. Am späten Nachmittag fuhren wir dann nach Masaka ins Transetory Hospital, wo wir mit Rica das Wochenende verbrachten. Wir fuhren das erste Mal mit einem Boda, gingen in die Stadt und spielten Spiele.

Am Montag, den 29.9., besuchten wir nun zum ersten Mal unsere Workshops. Timon verbrachte den Tag in der Schreinerei, ich im Elektroworkshop.

Üblicher Tagesablauf unter der Woche:

  • 08:00-10:00 : Workshop
  • 10:00-10:30 : Frühstückspause mit Poritsch und Pancakes
  • 10:30-13:00 : Workshop
  • 13:00-14:00 : Mittagspause mit Poscho und Bohnen
  • 14:00-16:00 (manchmal 17:00): Workshop
  • Danach Sport
  • 19:00 : Abendessen in der Monestry

Der Sport belief sich bis jetzt auf Fußball, Volleyball und Basketball. Seit Donnerstag wird das Angebot nun durch Handball erweitert. Bereits am Freitag nahmen viele Leute am Training teil.
Am Samstag verbrachten wir auf Grund des schlechten Wetters innen.

Sonntag gingen wir nachmittags ins BTI um Fußball zu schauen. Die Stimmung war unfassbar und fast genauso wie in einem Stadion. Zuerst sahen wir ein Spiel von Manchester United und dann das Spiel Arsenal gegen Chelsea.

Heute begannen wir dann mit dem Bau eines Handballfeldes. Wir kauften Holz und Nägel, mähten das Gras, nahem Maß und Steckten das Feld ab und gruben bereits die Löcher für die Torpfosten, die wir bereits zu Recht gesägt haben. Am Freitag soll der Bau dann fortgesetzt und abgeschlossen werden.

Nochmals Entschuldigung, dass es so langen gedauert hat mit diesem Eintrag. Allerding müssen wir heute auf Bilder auf Grund der Internetrarität und mangelnden Qualität verzichten.

 Bis dahin alles Gute, 

TL

18Sept
2014

Ereignisse der letzten Woche

Wasuzze otya,

hier sind wir wieder nach einer längeren Unterbrechung, aber wir hatten viel zu tun und haben viel erlebt in der letzten Woche:

Best Car EverDonnerstag und Freitag waren wir wie die vorherigen Tag im Office mit der Internetseite der Caritas MADDO beschäftigt. Allerdings wurde unsere Arbeit am Freitag für lange Zeit durch eine den ganzen Vormittag andauernden Stromausfall in ganz Masaka unterbrochen. Während der Wartezeit haben wir uns mit einem alten, aber sehr ausgefallenen Auto beschäftigt. (siehe Bild) Abends gingen wir dann zusammen mit Rica, David und Ben in Hellen´s (Ben´s Schwester) Bar und setzten unsere Bierprobe mit Bell und Club fort.
Afrikanische MusikAfrikanischer TanzSamstag machten wir uns dann mit Ben und Father George relativ früh auf den Weg zu der Silber-Jubiläumsfeier eines Priesters. Nach einer gewissen Zeit stellte sich der Weg dahin allerdings als sehr schwierig heraus: Ein Feldweg in Deutschland ist eine Luxusstraße dagegen . Die Feier begann mit einer langen Messe (3 ½ Stunden!!!), wovon wir allerdings aufgrund mangelnder Luganda-Sprachkenntnisse nicht allzu viel, bzw. gar nichts verstehen konnten. Nach dem Mittagessen wurden Reden gehalten, Musik gespielt und getanzt. Abends kamen wir dann sehr erschöpft nach Hause.

Lake NabugabiSonntag wurde es dann vergleichsweise sehr entspannt. Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, kam es zu einem plötzlichen Wettereinbruch. Allerdings legte sich dies bis zu den Mittagsstunden, worauf wir unserem eigentlichen Plan folgen konnten: So fuhren wir mit Rica und David zum Lake Nabugabi. Dort spielten wir Pool, lagen auf der Wiese und konnten sogar schwimmen gehen (Lake Nabugabi ist der einzige See in Uganda, in dem wir als Ausländern baden dürfen). Abends ging Lukas mit David in die Strandbar und schaute Fußball (ManU-QPR), Timon, Rica und Alex gingen auf die erfolglose Suche nach Affen. Insgesamt war es ein sehr schöner und entspannter Tag.

PlantageMontag ging es dann wieder in die Offices, wo wir letzte Fragen und Probleme mit der Internetseite geklärt haben.
Dienstag dagegen kamen wir dann mal etwas rum. So fuhren wir mit einer Gruppe von Leuten auf eine etwas entferntere Farm, wo Ende des Monats ein Seminar für viel Farmer stattfinden soll. Das Ganze soll auch dazu führen, dass sich Farmer zusammenschließen und wirtschaftlicher produzieren können. Als wir dort rumgeführt wurden, sahen wir viele verschiedene Anbauprodukte in verschiedenen Stadien und so stiegen uns auch sehr viele verschiedene, angenehme Gerüche in die Nase. Nach dem Eintragen in 3 Gästebücher traten wir den Heimweg an.


Gestern hatten wir dann so gut wie gar nichts zu tun. Abends bekamen wir noch Besuch von Father Peter, der heiß darauf ist, Deutsch zu lernen.

Später wollen wir mit Ben einen Plan für die nächsten Tag erstellen. Ob das dann wirklich eintrifft, kann man hier nie so recht wissen.Sonnenuntergang in Afrika :)

 

 

 

Bis dahin alles Gute

 TL

      

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